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Eine Westerngitarre ist meistens mit 6 Saiten bespannt. Es gibt darüber hinaus auch Modelle, die über 7 oder 12 Saiten verfügen. Die Westerngitarre unterscheidet sich zu anderen klassischen Akustikgitarren besonders in der Art der aufgezogenen Saiten. Im Gegensatz zu den weit verbreiteten Nylonsaiten, wie sie zum Beispiel auch bei der Konzertgitarre verwendet werden, verfügt die Westerngitarre über Stahlsaiten. Daneben sind die E, A und D-Saiten von einem Metallfaden umwickelt.  Diese sorgen für einen kräftigen und klaren Klang und verleihen der Westerngitarre einen starken Ton. Neben Klang und  Spielbarkeit muss auch auf Besonderheiten beim Aufziehen und wechseln der Stahlsaiten geachtet werden.

 

 12-saitige Westerngitarre

Eine 12-saitige Westerngitarre in Nahaufnahme

Eine 12-saitige Westerngitarre

Eine Besonderheit unter den Westerngitarren ist die 12-saitige Westerngitarre.  Sie unterscheidet sich zu der 6-saitigen Gitarre indem neben den  Seiten E, A, D und G jeweils noch eine Oktavseite existiert. Gleichgestimmte Saiten doppeln darüber hinaus noch die H- und die hohe E-Saite. Diese Saitenverteilung bezeichnet man auch als Chöre, da das Klangbild voller wirkt als bei einer 6-Saitigen Gitarre und dadurch einem Chor ähnelt.  12-saitige Gitarren können, wie die Westerngitarre, nur mit Stahlsaiten bespannt werden, da sie enger gespannt werden können. Eine 12-saitige Westerngitarre lässt zwar einen vollen, Chor-ähnlichen Klang entstehen, ist aber auch wesentlich schwerer zu Stimmen als ihr 6-saitiger Gegenpart.

 

 

Saiten wechseln und aufziehen

Stahlsaiten für eine Westerngitarre

Stahlsaiten für eine Westerngitarre

Jeder Gitarrist kommt nicht daran vorbei auch die Saiten seiner Gitarre zu wechseln. Um die Klangqualität der Gitarre auf hohem Niveau zu halten, sollte ca. jeden Monat ein Satz neue Saiten aufgezogen werden.

Dabei ist auch zu beachten, dass Stahlseiten, wie sie bei der Westerngitarre verwendet werden dazu neigen schneller zu reißen.  Stahlsaiten verfügen über ein  sogennantes ball-end. Dies ist eine Verdickung am Ende der Saite, die als Stopper fungiert.  Bei  E-Gitarren wird die Saiten einfach bis zum ball-end eingefädelt, bei der Westerngitarre gestaltet sich dies jedoch etwas komplizierter, da sie zuerst mit dem ball-end eingefädelt werden müssen.

 

Eine kleine Anleitung können Sie auch hier sehen:

 

Foto 1: tarasov/shuttersock.com, Foto 2: Tom Burlison/shutterstock.com, Foto 3: cristi180884/shutterstock.com