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Ist das Auswechseln der Gitarrensaiten leicht zu bewerkstelligen?

Das Wechseln eines Saitensatzes ist keine Wissenschaft – aber ist das Auswechseln der Gitarrensaiten leicht zu bewerkstellign? Ist das Auswechseln der Gitarrensaiten leicht zu bewerkstelligen? Wer den Austausch ein- oder zweimal durchgeführt hat, dem geht die Prozedur leicht von der Hand. Ein wenig Zeit nimmt dieser Vorgang jedoch schon in Anspruch.

Warum Saiten auswechseln?

Da die Saiten einer Westerngitarre schnell ihre Stimmstabilität verlieren, sollten sie regelmäßig getauscht werden. Auch die Klangqualität verschlechtert sich rapide und liegt schon nach zwei Wochen nur noch bei neunzig Prozent der Ursprungsqualität. Das Schwingverhalten verschlechtert sich rasch und der Klang verliert an Volumen. Die Bässe klingen nicht mehr so voll und vor allem matter, die dünnen Saiten verlieren an Höhenbrillanz. Den Spiellust anregenden Unterschied bemerkt man schon beim Einstimmen des neuen Saitensatzes.

Auswechseln der Gitarrensaiten: das Abziehen der alten Saiten

Es ist ratsam, nicht alle Saiten auf einmal zu entfernen, sondern sie nacheinander auszutauschen. So bleiben die Spannungsverhältnisse des Gitarrenhalses erhalten. Zunächst wird eine Saite abgespannt und vom Schneckenrad gelöst. Hierfür empfiehlt sich die Nutzung einer Saitenkurbel, was endloses manuelles Drehen des Schneckenflügels erspart. An den meisten Saitenkurbeln befindet sich zudem eine kleine Kerbe, mit der nun der Stecker, welcher das untere Ende der Saite in der Gitarre hält, aus dem Steg (auch Brücke genannt) herausgehebelt werden kann. Die Saite kann nun aus dem Brückenloch gezogen werden.

Auswechseln der Gitarrensaiten: das Aufziehen der neuen Saiten

Jede Saite für eine Westerngitarre besitzt ein so genanntes Ball-End. Dieses wird zunächst in das Brückenloch eingeführt. Nun wird der Stecker wieder eingesetzt und die Saite ein wenig angezogen, damit sie sich unter der Decke der Gitarre festhakt. Der Stecker verfügt über eine kleine Nut, durch welche die Saite geführt werden sollte. Jetzt kommt der etwas kniffligere Teil des Vorgangs. Verbindliche Regeln gibt es allerdings nicht, da sich verschiedene Methoden zur Befestigung der Saite auf dem Schneckenrad eignen. Zunächst wird die Saite durch die Öffnung in der Welle der Mechanik gefädelt und straff gezogen. Nun wird sie wieder nach vorn zurückgeholt und unter sich hindurchgeführt, wobei eine Schlaufe entsteht. Durch das Drehen der Schneckenflügel, vorzugsweise mit einer Kurbel, verklemmt sie sich unter sich selbst, so dass sie nicht mehr rutschen kann. Nun wird noch der Saitenüberschuss mit einem geeigneten Gerät abgeschnitten.

Letzte Handgriffe

Da eine Saite aus einem dehnbaren Material besteht und Anfangs stark nachgibt, sollte sie vor dem Stimmen mit der Hand vorsichtig ein wenig gedehnt werden. Alternativ ist natürlich auch mehrfaches Nachstimmen möglich. Nun entfaltet die Westerngitarre wieder ihr volles Potential und den optimalen Klang.



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