Skip to main content

Was ist der Unterschied zwischen Westerngitarre und E-Gitarre?

Unterschied zwischen Westerngitarre und E-GitarreViele Laien fragen sich: was ist der Unterschied zwischen Westerngitarre und E-Gitarre? Fangen wir ersteinmal mit der Geschichte der Gitarre an. Bereits vor 5 Jahrtausenden wurde auf gitarrenähnlichen Instrumenten gespielt. Seitdem wurden viele neue Formen von Saiteninstrumenten entwickelt. Als Vorform der heutigen Gitarre gilt die spanische Vihuela, welche bereits im 12. Jahrhundert erwähnt wurde. So ist auch die E-Gitarre eine Weiterentwicklung, deren Ursprung in der Westerngitarre liegt.

Unterschied zwischen Westerngitarre und E-Gitarre: das Klangvolumen

Die Westerngitarre wird bis heute vor allem in Folk, Country, Blues und Jazz eingesetzt. Aufgrund ihrer relativ geringen Lautstärke in Musikgruppen wurde sie früher jedoch vorwiegend als Rhythmusinstrument genutzt. Da sie sich als rein akkustisches Instrument, vor allem im Jazz, gegen andere Instrumente kaum durchsetzen konnte, bestand der Wunsch, ihr ein höheres Klangvolumen zu verschaffen. Zunächst wurde deshalb der Resonanzkörper vergrößert. Als effektiver erwiesen sich bald die ersten Tonabnehmer, was zu der Entwicklung von halbakkustischen Gitarren mit elektrischer Verstärkung und schließlich zur E-Gitarre mit solidem Korpus führte.

Unterschied zwischen Westerngitarre und E-Gitarre: die Tonverstärkung von Westerngitarren

Als erstes fällt beim Betrachten der beiden Instrumente das Schallloch im Körper der Westerngitarre ins Auge. Hier liegt der gravierende Unterschied zur E-Gitarre. Beide Instrumente erzeugen durch Anspielen einer Saite zwar auf die gleiche Weise einen leisen Ton, jedoch wird dieser nur bei der Westerngitarre als Ausgangston genutzt. Durch die Schwingung einer Saite wird die umgebende Luft in Schwingung versetzt. Diese Luftbewegung dringt durch das Schallloch in den Hohlkörper der Gitarre ein und wird dort reflektiert und verstärkt. Dadurch erhält die Gitarre auch ohne elektrische Verstärkung eine passable Lautstärke. Material und Qualität der Gitarrendecke sind hier ausschlaggebend für die Klangqualität.

Unterschied zwischen Westerngitarre und E-Gitarre: dieTonerzeugung von E-Gitarren

Obwohl der Tonerzeugung durch eine E-Gitarre auch eine schwingende Saite zugrunde liegt, ist das Prinzip jedoch ein vollkommen Anderes. Der Korpus einer E-Gitarre besteht, im Gegensatz zu einer akkustischen Gitarre mit seinem Hohlkörper, aus massivem Holz, das keinen Einfluß auf den Klang des Instrumentes hat und nicht als Resonanzkörper fungiert. Zur Tonerzeugung werden Tonabnehmer verwendet, die aus einem mit Kupferdraht umwickelten Magneten bestehen. Der Magnet erzeugt ein magnetisches Feld. Schwingt eine eisenmagnetische Saite darüber, ändert sich das Magnetfeld, wodurch eine elektrische Spannung entsteht. Dieser Elektronenfluss wird an einen Verstärker weitergeleitet und in einen Ton umgewandelt. Der Klang einer E-Gitarre hängt vom Schwingungsverhalten der Saiten, den Eigenschaften des Tonabnehmers, der Qualität der Lautsprecher und vom Grad der elektronischen Bearbeitung des Tones ab. Neben den üblichen Einstellmöglichkeiten an einem Verstärker wird hierfür eine ganze Palette an Effekten genutzt.



Ähnliche Beiträge