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Welche Arten von Westerngitarren-Verstärkern gibt es?

Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Arten vonWesterngitarren-Verstärkern Westerngitarren-Verstärkern. Nicht nur unterscheiden sich diese hinsichtlich Einstellmöglichkeiten, Leistung oder Effekten, sondern auch in der Funktionsart. Da Westerngitarren-Verstärker elektrisch betrieben werden, gibt es für Hersteller gleich mehrere Möglichkeiten, die Funktionen umzusetzen. Die ersten Modelle waren sogenannte Röhrenverstärker. Auch heute sind diese noch weit verbreitet. Inzwischen gibt es jedoch auch Combo-, Transistor- und Hybrid-Verstärker, sowie die Kombination aus Top-Teil und Lautsprecher. Letztere werden auch als Head und Cabinet bezeichnet.

Der Röhrenverstärker

Ein Röhrenverstärker wird mit Elektronenröhren betrieben. Nachteil dieser Bauform ist, dass die Langlebigkeit niemals so hoch sein kann, wie bei anderen Arten von Verstärkern für Westerngitarren. Zurückzuführen ist dies auf die starke Wärmeentwicklung im Innenleben des Verstärkers. Um die Elektronenröhren zu betreiben, ist außerdem eine besonders hohe Spannung notwendig – das bedeutet im Endeffekt, ein Röhrenverstärker braucht viel Strom. Trotz dieser Faktoren wurde die Röhrentechnologie nie vom Markt vertrieben. Zu verdanken ist das dem einzigartigen Sound. Mittlerweile versuchen Hersteller von Transistor-Modellen, den Klang eines Röhrenverstärkers exakt zu imitieren – gänzlich gelingen konnte das jedoch nie. Ein Röhrenverstärker bietet einen besonders crispen und scharfen Klang, was jede Westerngitarre einzigartig klingen lässt. Außerdem sind Röhrenverstärker überraschend laut: Ein solches Modell mit einer Leistung von 5 Watt ist rund 50% so laut wie ein Transistor-Verstärker mit 50 Watt. Ein Transistor-Verstärker mit 5 Watt hätte hingegen nur 10% der 50 Watt Leistung.

Der Transistor-Verstärker

Ein Transistor-Verstärker arbeitet mit einer elektronischen Technologie, die das Eingangssignal multipliziert und dementsprechend lauter ausgibt. Der technische Hintergrund eines solchen Modells ist simpel und entspricht dem Wort „Verstärker“ in voller Gänze. Transistor-Verstärker benötigen vergleichsweise wenig Strom und sind zudem nicht so schwer wie Röhrenverstärker, da anstatt der Elektronenröhren lediglich Kabel mit sogenannter MOSFET-Schaltung zum Einsatz kommen. Da diese Modelle dementsprechend leicht zu transportieren sind, sind sie vor allem bei Gitarristen beliebt, die mit ihrer Westerngitarre und ihrem Verstärker viel reisen müssen. Nachteil eines Transistor-Modells ist jedoch, dass die Lautstärke im Vergleich zum Röhrenverstärker eher gering ist. Außerdem ist der Klang der Transistor-Verstärkung zwar stets klar und sauber, beginnt bei voller Leistung jedoch merkbar zu rauschen.

Der Combo-Verstärker

Der Combo-Verstärker gilt bei semi-professionellen Musikern als eine der beliebtesten Arten von Westerngitarren-Verstärkern. Combo-Verstärker besitzen in nur einem Gehäuse zwei Lautsprecher. Dies sorgt für einen deutlich verbesserten Klangumfang, der auch größere Räume problemlos füllen kann. Abhängig von der Leistung können so auch hohe Lautstärken erzielt werden, ohne, dass die Gefahr des Rauschens besteht. Combo-Verstärker sind trotz ihrer zwei Lautsprecher in der Regel sehr kompakt und können leicht verstaut werden. Musiker, die mit ihrer Westerngitarre Konzerte geben möchten, dafür jedoch nicht auf die erheblich teurere Methode von Head und Cabinet zurückgreifen möchten, sollten es daher mit einem Combo-Verstärker versuchen.

Der Hybrid-Verstärker

Hybrid-Verstärker kombinieren Röhren- und Transistor-Technologie. In der Vorstufe, welche für Effekte, Equalizer und Einstellungsmöglichkeiten zuständig ist, werden stets Elektronenröhren verwendet. Die Leistungsstufe, welche das Signal verstärkt und wiedergibt, wird hingegen mit Transistoren betrieben. Hintergrund dessen ist, einen möglichst Röhren-artigen Klang zu erzielen, dabei jedoch Kompaktheit und Energieeffizienz eines Transistor-Verstärkers beizubehalten. Hybrid-Verstärker konnten sich auf dem Markt nie so deutlich durchsetzen wie andere Bauarten, sind für Fortgeschrittene und Semi-Profis aber dennoch sinnvoll.

Die großen Varianten von Westerngitarren-Verstärkern: Head und Cabinet Verstärker

Westerngitarren-VerstärkernBei professionellen Musikern oder auf großen Konzerten werden stets Kombinationen aus Head und Cabinet verwendet. Beim Head handelt es sich um den Teil des Verstärkers, der für das Eingangssignal und dessen Modifikation zuständig ist. Effekte werden stets über den Head zugeschaltet, während auch sämtliche Einstellmöglichkeiten dort vorgenommen werden. Der Head gibt das Signal dann weiter an das Cabinet – ein großer Lautsprecher, der für das Ausgangssignal verantwortlich ist. Cabinets gibt es sogar mit über 1000 Watt, weshalb diese auf Konzerten und Festivals besonders häufig zu sehen sind. Nachteil ist jedoch, dass eine gute Kombination aus Head und Cabinet vierstellige Beträge kosten kann und außerdem sehr schwer zu transportieren ist.