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Welche Auswirkung hat die Stärke der Westerngitarrensaiten?

Stärke der Westerngitarrensaiten

Die Stärke der Westerngitarrensaiten macht den Unterschied

Für Westerngitarren gibt es eine Vielzahl erhältlicher Saiten – diese unterscheiden sich nicht nur im Klang und in der Qualität, sondern ebenso hinsichtlich der Stärke der Westerngitarrensaiten. Das bedeutet, es gibt sehr dünne Stahlsaiten, jedoch auch sehr dicke, sowie einige Stärken die dazwischen liegen.

Stärke der Westerngitarrensaiten: Vorteile und Nachteile von dünnen Stahlsaiten

Dünne Saiten eignen sich besonders gut für das Spielen von Melodien. Beim Spielen von Melodien entstehen in der Regel höhere Töne als bei Akkorden, welche daher auch klarer klingen müssen. Bevorzugt werden dünne Saiten daher für Gitarrensoli, insbesondere im Rock- oder Blues-Bereich, sowie bei Melodien des Country oder auch Pop. Auch für Fingerstyle-Gitarristen sind dünne Saiten meist die bessere Wahl. Beim Fingerstyle werden häufig einzelne Saiten gleichzeitig mit den Fingern angeschlagen, was bei dicken Saiten dazu führen kann, dass die Töne „ineinander untergehen“. Nachteil eines dünnen Saiten-Satzes ist es jedoch, dass gegebenenfalls ein „Scheppern“ entstehen kann. Dies entsteht, da dünne Saiten sehr tief im Sattel und somit sehr knapp über dem Hals liegen. Sollte eine Saite nun zu stark angeschlagen werden, beginnt diese gegen die Bundstäbchen der Gitarre zu schwingen. Dies sorgt folglich für ungewünschte Geräusche. Zu empfehlen sind dünne Saiten daher eher für Fortgeschrittene, die genau wissen, mit welcher Kraft sie ihre Saiten anschlagen dürfen.

Stärke der Westerngitarrensaiten: Vorteile und Nachteile von dicken Stahlsaiten

Dicke Stahlsaiten bieten einen volleren Klang, der sich vor allem beim Spielen von Akkorden entfalten kann. Zurückzuführen ist das darauf, dass dicke Saiten auch in tiefen Frequenzbereichen schwingen und die Bässe daher besser zur Geltung kommen. Vorteil ist zudem, dass dicke Saiten beim Spielen weniger einschneiden. Vor allem bei Slides, Bends oder Hammer-Ons ist die spürbare Belastung auf den Fingern deutlich geringer, wenn dicke Saiten verwendet werden. Außerdem bieten dicke Saiten im Regelfall einen lauteren Klang, da diese länger und intensiver schwingen. Vorteilhaft ist dies zum Beispiel bei größeren Westerngitarren, beispielsweise im Jumbo-Stil, da der Hohlraum des Korpus dadurch besser von den Schallwellen ausgefüllt werden kann. Dickere Stahlsaiten sind zudem bei Gitarren ohne Tonabnehmer sinnvoll. Da der Klang einer solchen rein akustischen Gitarre nicht nachverstärkt werden kann, ist die höhere Lautstärke eines dicken Satzes von Vorteil. Ein Nachteil der dicken Saiten findet sich jedoch darin, dass diese oft dumpf klingen. Vor allem auf den Bass-Saiten E, A und D kann dies ein Problem darstellen. Zudem sind dicke Stahlsaiten für Fingerpicker weniger sinnvoll, da die gezupften Töne „ineinander verschwimmen“ könnten. Die Wahl der richtigen Besaitung liegt daher stets im persönlichen Ermessen des Gitarristen.



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