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Wer braucht Tonabnehmer an Westerngitarren?

Tonabnehmer an Westerngitarren

Tonabnehmer an Westerngitarren

Ein Tonabnehmer an Westerngitarren ist zwangsläufig von Nöten, wenn eine Westerngitarre vor größerem Publikum und in größeren Räumen bespielt werden soll. Zwar bieten Westerngitarren, wenn akustisch gespielt, stets den lautesten Klang aller Gitarrenarten – lauter als Konzert, E-, Semi-Hollow-, Bodiless- oder sonstige Gitarren – können aber ohne Tonabnehmer keine größeren Räume oder gar Hallen beschallen.

Was genau sind Tonabnehmer an Westerngitarren? Wozu sind sie gut?

Ein Tonabnehmer (auch Pickup genannt) ist eine Platte, welche die Schwingungen der Saiten einer Gitarre erkennt und in ein elektrisches Signal umwandelt. Bei Westerngitarren mit Tonabnehmern ist daher eine Kabelbuchse an der unteren Seite der Korpus zu finden, über welche die Gitarre mit einem Verstärker verbunden werden kann. Am Verstärker können nun einige Einstellungen getroffen werden, wie etwa Höhen, Mitten, Tiefen, Gain, Lautstärke oder auch Effekte wie Chorus, Delay u.v.m. Der Verstärker gibt den Klang der Gitarre dann in True-Bypass (sprich, ohne Verzögerung zwischen Signaleingang und -Ausgang) über die Lautsprecher aus, wodurch – abhängig von der Größe des Verstärkers – sogar riesige Konzerthallen beschallt werden können.

Gibt es verschiedene Tonabnehmer?

Es gibt verschiedene Arten von Tonabnehmern, die sich dementsprechend für verschiedene Zwecke und Anwendungsbereiche eignen. Die häufigste Form stellt dabei der magnetische Tonabnehmer dar. Dieser ist bei vielen Gitarren bereits ab Werk verbaut und ist in der Regel im Korpus, unterhalb des Schalllochs montiert. Vorteil eines magnetischen Tonabnehmers ist unter anderem, dass sämtliche Kabel innerhalb der Gitarre verlegt werden und somit von außen nicht sichtbar sind. Zudem gibt es sogenannte Piezo-Tonabnehmer. Piezo-Tonabnehmer sind kleine Mikrosensoren (meist kleiner als 1 cm²) die auf der Decke der Gitarre aufgeklebt oder geklemmt werden. Anders als magnetische Tonabnehmer erkennen die Piezo-Modelle die angespielten Töne nicht über die Schwingungen der Saiten, sondern über die Schwingung des Korpus. Nachteil ist jedoch, dass Piezo-Tonabnehmer direkt mit einem Kabel verbunden sind anstatt mit einer Buchse. Daher kann es passieren, dass das Kabel mit den Saiten kollidiert. Dafür haben Piezo-Tonabnehmer wiederum den Vorteil, dass sie problemlos auch bei rein akustischen Gitarren nachgerüstet werden können. Eine weitere Form des Tonabnehmers ist das MIDI-Pickup. Bei dieser Bauform wird jede Saite von einem einzelnen Sensor erkannt, wodurch eine enorme Präzision vor allem beim Studio-Recording gegeben ist. Für Live-Auftritte eignen sich MIDI-Tonabnehmer jedoch nicht, da sie recht hohe Latenzen aufweisen können.

Tonabnehmer beim Recording

Viele Gitarristen zeichnen ihr Gitarrenspiel mit einemTonabnehmer an Westerngitarren schlichten Mikrofon auf. Die qualitativ hochwertigere Lösung ist jedoch nur mit einem Tonabnehmer zu erreichen: sofern dieser verbaut ist, wird ein Kabel zwischen Gitarre und einem Audio-Interface verlegt, welches dann wiederum direkt an den Computer angeschlossen wird. Der Tonabnehmer erkennt nun die Schwingungen der Saiten, wandelt diese in ein elektrisches Signal um und gibt es an den Computer weiter, der daraufhin eine Aufnahme produziert. Daher sind Tonabnehmer sehr sinnvolle Komponenten, wenn das Gitarrenspiel digital aufgezeichnet werden soll.



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