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Wie sieht der Aufbau einer Westerngitarre aus?

Wie bei allen Gitarren sieht der Aufbau einer Westerngitarre folgendermaßen aus. Sie besteht aus dem Kopf mit den aufliegenden Stimmwirbel, welche meist zur Seite abstehen und dem Sattel. Der Kopf ist flach aufgebaut und hat eine Neigung nach hinten. Oft ist er in Höhe des zweiten Bund an den Hals angesetzt.

Aufbau einer WesterngitarreNach dem Kopf folgt der Hals

Bei Westerngitarren gibt es da einige Besonderheiten. Der Hals ist in der Regel schmaler und oft ist noch ein Halsspannstab aus Stahl eingearbeitet, welcher der erhöhten Zugkraft der Stahlsaiten entgegenwirkt. Auf dem Hals liegt das Griffbrett, es ist üblicherweise gewölbt und seine Breite liegt zwischen 43mm und 46mm. Auf ihm befinden sich die Bundstäbchen aus Bunddraht. Diese teilen das Brett in Bünde ein, welche jeweils einen Halbton darstellen. Das Griffbrett ist aus einem anderen Holz als der Hals gefertigt. Häufig geht es auf Höhe des zwölften Bundes in den Körper über.

Der Aufbau einer Westerngitarre: die Saiten

Die 6,7 oder 12 Saiten einer Westerngitarre sind aus Stahl. Die E, A und D Saiten sind zusätzlich mit Metallfäden umwickelt.

Der Korpus der Westerngitarre

Es folgt der Korpus, der größer ist als bei anderen Gitarren und hat klassisch die Form einer Acht. Er stellt quasi den Verstärker dar. Er besteht aus dem Körper mit Zargen (Seiten), dem Boden und der Decke. Er ist hohl und überwiegend aus Holz gefertigt. Meist wird Fichte oder Zeder verwendet. Bei den Zargen und dem Boden kommen auch andere Hölzer, wie Mahagoni oder Blackwood zum Einsatz. Es gibt unterschiedliche Korpusformen, wobei der Unterschied in der Größe und dem verwendeten Material liegt. Beispiele für Korpusformen sind Jumbo, Dreadnought, Grand Auditorium, Auditorium und Parlour. Cutaway ist ebenfalls eine Korpusform, bei der es eine zusätzliche Einbuchtung am oberen Teil des Körpers gibt. Hierbei unterscheidet man drei Formen. Florentinisch mit Spitz zusammenlaufenden Zargen. Venezianisch mit abgerundeten Zargen und Maccaferri. Hierbei stehen die Zargen im rechten Winkel zum Hals und sind gerade.

Der Aufbau einer Westerngitarre: Schallloch und Steg

Mittig auf der Vorderseite und unter den Saiten liegt das Schallloch. Unter diesem liegt der Steg, an ihm sind die Saiten befestigt. Er hat auch die Aufgabe den richtigen Abstand zwischen den Saiten zu gewährleisten. Bei Westerngitarren weist der Steg meistens Bohrungen auf, durch diese werden die Saiten eingesteckt und auf der anderen Seite mit Pins aus Kunststoff, Horn, Holz oder Metall befestigt.

 



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